SV 09 Arnstadt : SpVgg Kranichfeld 4:3 (2:3)
Arnstadt brauchte längere Anlaufzeit

In ihrem ersten Test taten sich die Nullneuner gegen eine mutig und konterstark auftretende Gästeelf vor allem im ersten Durchgang schwer. Sicherlich fehlten mit den verletzten Seel, Uslar, Voigt, Apel, den verhinderten Trübenbach und Moritz, sowie den erst zum zweiten Durchgang dazustoßenden Schlussmann Pysall einige Stammkräfte, erklärbar ist jedoch die hohe Fehlerquote in der ersten Hälfte damit aber nicht. Als nach einer scharfen Rückgabe Keeper Rüdiger Rose über den Ball schlug, bedankte sich Bergmann und schob die Kugel in den leeren Kasten (10.). In der Folge agierten die Arnstädter zwar überlegen, brachten sich aber durch Ungenauigkeiten beim Passspiel, zu weit wegstehen von den Gegenspielern und mancher Inkonsequenz in den Zweikämpfen selbst in die Bredouille. Dazu fehlte es an zündenden Ideen in der spielgestaltenden Zone, meist verfingen sich die SV Angreifer in der engmaschigen Deckung des Regionalklassenvertreters. Wenn es mal gelang in den Strafraum einzudringen, fehlte es dann am finalen Pass um Torgefahr zu erzeugen. Die Gäste jedenfalls waren da hellwach, warteten geduldig und nutzten die Schaltpausen und Ballverluste im Spielaufbau des SV 09 gekonnt aus. So parierte der inzwischen für den angeschlagenen Rüdiger Rose ins Tor gekommene Torwarttrainer Dirk Noä nach eine Konter Sauls Flachschuss (17.). Ein Freistoß, der von der rechten Seite in den Arnstädter Strafraum segelte köpfte der freistehende Ali Chebli an den Pfosten (22.). Den Ausgleich erzielte dann Norman Bonsack, welcher eine Ablage Steven Egers aus 15 m ins linke Eck hämmerte (25.). Danach vergab Eger einen über mehrere Stationen gespielten Angriff, als er freistehend Tobias Krieghoffs Zuspiel neben den Kasten setzte (30.). Kurze Zeit später markierte Jens Lippert, der bei seinem Slalomlauf gleich vier Gegenspieler, einschließlich Keeper Stadelmann umkurvte in unnachahmlicher Weise das Führungstor (36.). In der Schlussphase der Partie zeigten sich die Nullneuner als generöser Gastgeber und verhalfen den Gästen zu zwei Toren. Erst gelangte ein Torabstoß zu Ali Chebli, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und sicher zum Ausgleich vollendete (38.), dann landete ein Fehlabspiel bei Jacky, der aus 30 m den zu weit vor seinem Tor postierten Noä mit einer Bogenlampe zur erneuten Führung überwandt (42.). Im zweiten Durchgang jedoch erhöhten die Hausherren das Tempo, jetzt entwickelten die Einheimischen mehr Zug zum Tor, dazu ließen sie mit konsequentem Zweikampfverhalten dem Gegner nur noch sporadisch Raum zum Kontern. Erfreulich das Debüt der 19-jährigen Zwillinge Philipp und Patrick Lange, die gleich im Spiel waren und Akzente setzten. So zog Philipp Lange aus 20 m ab und zwang Stadelmann zu einer Parade (48.). Als Peter Springer im Strafraum regelwidrig umgestoßen wurde, blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm (56.). Den folgenden Konter schloß Dressler mit einem Distanzschuß, den Pysall hielt ab (57.). In der Folge Chancen im Minutentakt. Jens Lippert scheiterte aus der Drehung an Stadelmann (58.), anschließend dribbelte sich der antrittsschnelle, stets ein Unruheherd abgebende Ali Chebli in den Strafraum umspielte noch SV Keeper Pysall, passte auf den mitgelaufenen Saul, der aber den Ball in aussichtsreicher Position verstolperte (61.). Nur knapp verfehlte Peter Springers Direktabnahme nach Lipperts Ablage das Gästetor (63.). Ein glänzendes Zuspiel Bonsacks nahm Philipp Lange auf und ließ Stadelmann aus 13 m keine Abwehrchance (65.). Aus dem Gewühl heraus brachte Patrick Lange das Leder gegen die vielbeinige Deckung der Gäste nicht im Kasten unter (76.). Nur um Zentimeter verfehlte Lipperts Kopfball nach einer Ecke das Tor (80.). Mit energischem Antritt schüttelte Philipp Lange seinen Gegenspieler ab und erzielte mit platziertem Flachschuß ins lange Eck seinen zweiten Treffer (81.). Sehenswert David Leischners Flankenwechsel mit folgender Direktabnahme Springers, die Stadelmann toll parierte (88.). Der zweite Durchgang gegen einen guten Gegner stellte dann auch Trainer Jürgen Heun und die Anhänger der Nullneuner letztlich zufrieden.

SV 09 : Rose (11. Noä, 46. Pysall), Bonsack, Eger (46. Frank), Krieghoff, Wedekind, Eck (46. Pa. Lange), Leischner, Danneberg, Gothe (46. Ph. Lange), Lippert, Springer

Kranichfeld : Stadelmann, Chruszcz, Schaft, Wagenknecht (73. Michel), Schulze (76. Schneider), Ali Chebli, Saul, Jacky, Dressler (76. Russnak), Hartung, Bergmann

Schieri : Aldegarmann (Gillersdorf)

Zuschauer : 55

Torfolge : 0:1 Bergmann (10.), 1:1 Bonsack (25.). 2:1 Lippert (36.), 2:2 Ali Chebli (38.), 2:3 Jacky (42.), 3:3, 4:3 Ph. Lange (65., 81.)

 

SV 09 Arnstadt gegen FC Rot Weiß Erfurt  0:5 (0:4)
Gelungenes Fußballfest im Jahnstadion 

Fußballherz, was willst du mehr! Ideales Fußballwetter, ein bestens bespielbarer Rasenteppich im Jahnstadion, eine stimmungsvolle Kulisse von 1300 erwartungsfrohen Fans, die Rekordbesuch nach der Wende bedeuteten und eine tolle Organisation um das Spiel herum, bildeten einen würdigen Rahmen für diese Partie der Arnstädter gegen den Drittligisten aus der Landeshauptstadt, die mit all ihren Stars angereist waren. Ein besonderes Erlebnis war es sicher auch für die Nachwuchskicker der JSG Arnstadt, die mit beiden Mannschaften einliefen und anschließend als Balljungen die Begegnung aus nächster Nähe verfolgten. Dazu erfüllten die RWE Kicker vor und nach der Partie geduldig jeden Autogramm-und Fotowunsch der Fans. Natürlich dominierte der Gast, welcher schon m Spielbetrieb steht gegen die noch im Trainingslager weilenden Nullneuner. Letztgenannte begegnetem dem Favoriten mit viel Respekt, vielleicht sogar eine Spur zu viel, denn zumindest bei zwei Gegentoren ließ man die Rot Weißen ungehindert gewähren. Trotzdem verkauften sich die Arnstädter insgesamt gut, vor allem im zweiten Durchgang ließ man seinen Gegenspielern nicht mehr so viel Raum und kam auch zu Tormöglichkeiten. Der erste Torschuß gehörte dem Gastgeber, nach Ablage David Leischners, strich Christopher Seels Distanzschuß aber weit am Tor vorbei (4.). Danach übernahm der Drittligist das Kommando, mit in höchstem Tempo vorgetragenen, direkt gespielten Ballstafetten, überraschenden Positionswechseln spielte man die SV Deckung fast schwindlig. So fielen gleich drei Treffer in sechs Minuten. Nach einer Hereingabe Olivier Caillas, fackelte der freistehende Neuzugang Gaetano Manno nicht lange und hämmerte die Kugel, per Seitfallzieher unter die Latte /7.), nur eine Minute später war es erneut Caillas, welcher eine Rechtsflanke auf den langen Pfosten zirkelte, dort köpfte der ungedeckte Dominick Drexler ein (8.). Mit gelungenem Doppelpass und folgender präziser Eingabe, leitete der starke Danso Weidlich das dritte Tor ein das Kapitän Rudi Zedi mit spektakulärer Direktabnahme erzielte (13.). Mit zunehmender Spielzeit wurden die Einheimischen mutiger, so setzte sich Jens Lippert im Strafraum durch und passte von der linken Seite mit dem Außenrist auf den langen Pfosten, wo der heranpreschende Leischner nur um Zentimeter zu spät kam um den Ball über die Linie zu drücken (19.). Das Tor jedoch markierten die Gäste. Caillas kam nach einem Freistoß in Ballbesitz und überwandt Christian Apel mit einem satten Schuß aus 15 m (24.). Pech hatte dann Andy Trübenbach, der nach Zuspiel Seels zu weit abgetrieben wurde und so aus spitzem Winkel an Gästekeeper Marcus Rickert scheiterte (25.). Die größte Chance für die Hausherren vergab dann Jens Lippert, der nach Gabor Uslars Freistoß, völlig freistehend das Leder aus kurzer Entfernung knapp neben den Kasten köpfte (29.). Die Antwort der Rot Weißen ließ nicht lange auf sich warten, denn nach Weidlichs Hereingabe traf Caillas mit seinem Direktschuß den Pfosten des SV Tores (37.), danach reagierte Apel glänzend gegen den nach seinem Solo allein vor ihm stehenden Ismail Morabit (41.), schließlich rettete Leischner für seinen schon geschlagenen Schlussmann auf der Torlinie gegen Drexlers Linkschuß (44.). Im zweiten Durchgang, in dessen Verlauf der Gast seinen kompletten Kader durchwechselte, stellten sich die Nullneuner besser auf die nach wie vor überlegenen Erfurter ein und besaßen im erst 17-jährigem Torwarttalent Patrick Pysall einen echten Rückhalt. Zunächst musste aber Seel den Ball gegen Zedi von der Torline schlagen (51.). Einen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung der Arnstädter nutzend, startete Drexler einen Alleingang und brachte das Leder im zweiten Versuch im Tor unter (59.). Im weiteren Verlauf stand nun Pysall vermehrt im Blickpunkt und bewahrte seine Mannschaft vor möglichen Gegentreffern. So parierte er einen Schuß des freistehenden Fabian Paradies (75.), dann bugsierte Norman Bonsack Marcel Reichweins Schuß vor dem Überschreiten der Torlinie aus der Gefahrenzone (81.). Schade das Dominik Voigt tolles Zuspiel Denny Gothe nicht kontrollieren konnte und somit eine gute Torchance für die tapfer kämpfenden Arnstädter vergab (82.). Die letzten zwei Szenen gehörte wieder Pysall, welcher sowohl Julian Humberts ansatzlos abgezogene Rakete unter sich begrub, als auch Reichweins Geschoß toll parierte (86.). Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, was auch die Verantwortlichen des Drittligisten so sahen. Dank gilt den Sponsoren, dem Vorstand, den Fans und den vielen fleißigen im Hintergrund schon seit mehreren Tagen im Einsatz befindlichen ehrenamtlichen Helfern, ohne die solch eine Fußballfest nicht möglich wäre. Am Dienstag, den 2. August bestreitet der Verbandsligist um 18.30 Uhr sein letztes Testspiel in Hochheim beim SV Empor Erfurt.  

SV 09 : Apel (46. Pysall), Bonsack, Wedekind (46. Gothe), Moritz (70. Krieghoff), Seel, Leischner (84. Frank), Uslar (62. Güntner), Springer (84. Jung), Danneberg, Lippert, A. Trübenbach (62. Voigt) 

FC Rot Weiß : Rickert (46. Sponsel), Zedi (54. Baumgarten), Rauw (54. Oumari), Bertram (71. Humbert), Weidlich (58. Paradies), Jovanovic (58. Glock), Morabit (80. Ofosu-Ayeh), Manno (46. Göbel), Drexler (80. Reichwein), Pfinsten-Reddig (54. Möhwald), Caillas (58. Ströhl) 

Zuschauer : 1810 

Schieri : Wartmann (Großvargula) 

Torfolge : 0:1 Manno (7.), 0:2 Drexler (8.), 0:3 Zedi (13.), 0:4 Caillas (24.), 0:5 (Drexler (59.) 

 

 

SV 09 Arnstadt : FSV Blau Weiß 90 Stadtilm 4:0 (2:0)
Jens Lippert köpfte das erste Tor am Obertunk 

Auf dem neuen, bestens bespielbaren Rasenplatz am Obertunk wurden die höherklassigen Arnstädter ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen am Ende auch in dieser Höhe verdientermaßen diesen kurzfristig vereinbarten Test gegen streckenweise gut mithaltende Gäste. Da die Stadtilmer derzeit keinen einsatzfähigen Torwart aufbieten konnten, hütete SV Keeper Christian Apel das Gästetor. Zwar dominierten die Einheimischen über die volle Distanz die Partie, doch taten sie sich vor allem im ersten Durchgang gegen die klug die Räume verengenden, tiefstehenden und konsequent in den Zweikämpfen agierenden Blau Weißen oftmals schwer. Dabei gelang das angestrebte frühe Tor. Nach einer Ballstafette über David Leischner und Peter Springer schlug letztgenannter eine präzise Rechtsflanke auf den freistehenden Jens Lippert, der per Kopf aus Nahdistanz Christian Apel keine Abwehrchance ließ. Die Möglichkeit zur Resultatserhöhung vergab dann Leischner, der glänzend von Andy Trübenbach freigespielt den Ball aus halbrechter Position knapp am linken Pfosten vorbeischoss (16.). Schrecksekunde beim Gastgeber in der nächsten Szene. Marc Moritz Rückpass zu Schlussmann Patrick Pysall geriet zu kurz, so das urplötzlich Manuel Döring frei vor Pysall auftauchte, aber am geschickt den Winkel verkürzenden Keeper scheiterte (19.). Es sollte aber die einzige klare Einschusschance der Gäste bleiben. Im weiteren Verlauf liefen sich die Nullneuner immer wieder an der engmaschigen Deckung der Stadtilmer fest, dazu fehlte es an der Genauigkeit im Passspiel und den zündenden Ideen im Spielaufbau. So kamen die Hausherren kaum einmal in günstige Schusspositionen. Erwähnenswert A. Trübenbachs satter Distanzschuss, den Apel toll parierte und Lipperts aus kurze Entfernung abgegebener Kopfball nach Rechtsflanke Moritz, genau in die auffangbereiten Arme Christian Apels (33.). Fast mit dem Pausenpfiff nahm sich Steffen Danneberg aus 17 m ein Herz und traf mit platziertem Schuß genau in den linken Torwinkel zum Pausenstand (43.). Im zweiten Abschnitt legten die Nullneuner eine Schippe drauf, nun ließ man Ball und Gegner laufen, spielte schnell und direkt und setzte die Gäste ständig unter Druck, bei denen allerdings auch sichtlich die Kräfte schwanden. Gleich der erste Angriff führte zum Erfolg, Danneberg legte den Ball auf Dominik Voigt ab, der nicht lange fackelte und aus der Drehung von der Strafraumgrenze ins rechte Toreck traf (57.). Einmal musste auch Pysall eingreifen, als er Robert Treibers Schuß auf den kurzen Pfosten zur Ecke lenkte (69.). In der Folge kamen die Gäste kaum noch aus ihrer Hälfte heraus. Folgerichtig erspielten sich die Einheimischen Chancen fast im Minutentakt. So parierte Apel Dannebergs Kopfball nach Rechtsflanke Leischners (65.), dann verfehlte der mit Schwenk nach Innen freistehende Danneberg das Tor nur um Haaresbreite (75.), anschließend verfehlte Voigts Schlenzer nur knapp das Gästetor (77.), ebenso dessen Kopfball nach genaugetimten Freistoß Gabor Uslars (80.). Überhaupt schwang sich Arnstadts Neuzugang mit großer Spielübersicht, konsequentem Zweikampfverhalten und starkem Stellungsspiel zu einem der besten Akteure auf dem Platz auf. Der Ex-Dachwiger eroberte sich in der gegnerischen Hälfte das Leder, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und bediente uneigennützig den besser postierten Voigt, welcher den Ball nur noch über die Linie drückte (84.). Die letzte Möglichkeit vergab nach Vorarbeit Lipperts Danneberg, per Direktabnahme, auch hier war Apel auf dem Posten (88.).

 SV 09 : Pysall, Bonsack, Wedekind (46. Krieghoff), Moritz (69. Frank), Uslar, Springer (46. Güntner), Seel, Danneberg, Leischner, A. Trübenbach (46. Voigt), Lippert

 Stadtilm : Apel, Schlieter, Hartrumpf, Treiber (46. Ehrhardt), Körner, Fahrenberger (84. Zwiebler), Kläre, Döring (74. Zeising), Bloß, Linse, Schiel 

Zuschauer : 40 

Schieri : Götze (Martinroda) 

Torfolge : 1:0 Lippert (10.), 2:0 Danneberg (43.), 3:0, 4:0 Voigt (57., 84.)

 

 

Testspiel, SV Stahl Unterwellenborn gegen SV 09 Arnstadt 1:0 (0:0)
Zu hohe Fehlerquote
 

Eine überraschende und vermeidbare Niederlage musste der höherklassige Verbandsligist beim Landesklassenvertreter Unterwellenborn hinnehmen. Trotz klarer Dominanz, einer Vielzahl an herausgespielten Tormöglichkeiten gelang es den Gästen nicht, den Ball im Kasten der Stahlwerker unterzubringen. Dazu waren die Hausherren hellwach, nutzten sofort den einen oder anderen Stockfehler bzw. Fehlpass in der Vorwärtsbewegung der Nullneuner zu eigenen gefährlichen Angriffen. Die erste halbe Stunde jedoch spielte nur der Gast, belagerte förmlich das Tor der Einheimischen, die zunächst kaum einmal ernsthaft über die Mittellinie kamen. Nach Zuspiel David Leischners, passte Steffen Danneberg zum freistehende Denny Gothe, der in Rücklage das Leder in aussichtsreicher Position über das Tor schoß (10.), danach bediente der auf dem rechten Flügel durchstartende Andy Trübenbach mit genauem Diagonalpass Gothe, der aus 20 m nur knapp den Kasten verfehlte (12.), ebenso knapp zischte Trübenbachs Geschoß nach Vorarbeit Gothes aus halbrechter Position im Strafraum über den Querbalken (20.). Mit zunehmender Spielzeit schlichen sich einige Leichtfertigkeiten und Ballverluste ins Spiel der Arnstädter ein. So musste Keeper Patrick Pysall nach Norman Bonsacks zu kurzem Rückpass per Pressschlag im letzten Moment klären (23.), nach einem Stockfehler hob Mario Reichmann den Ball über die entnblößte Deckung der Gäste auf den freistehenden Ken Langhammer, dessen Kopfball aber über das Tor strich (30.). Anschließend schlug Bonsack nach einer Ecke und folgendem Kopfball Reichmanns die Kugel aus der Gefahrenzone (32.). Für des SV 09 schlug Gabor Uslar einen Freistoß aus 30 m in den Strafraum, genau auf Jens Lippert, der mit seinem Kopfball aber am glänzend reagierenden Torwart Max Lanz scheiterte (35.). Danach führte ein Ballverlust Denny Gothes fast zur Führung der Hausherren, die über drei Stationen in die aufgerückte Gästedeckung stießen, Patrick Hohmuth jedoch köpfte am Tor vorbei (40.). Gleich nach Wiederanpfiff gelang den Einheimischen das Tor des Tages. Dabei profitierten die Stahlwerker erneut von einem Fehlabspiel, dieses wurde schnell auf den startenden Hohmuth weitergeleitet, der allein, allerdings aus abseitsverdächtiger Position auf das Arnstädter Tor zustrebte und Pysall keine Abwehrmöglichkeit ließ (53.). Im weiteren Verlauf zog der Verbandsligist das Tempo an und drängte auf dem Ausgleich, doch in der Folge verzettelte man sich zu oft in Einzelaktionen, wobei der Spielfluss desöfteren verloren ging. Nachdem Keeper Lanz A. Trübenbachs Schuß nicht festhielt, fand der Abpraller keinen Abnehmer (58.), kurze Zeit später parierte Lanz Lipperts Distanzschuss in toller Manier (60.), eine gefühlvolle Rechtsflanke Uslars konnte der freistehende Lippert nicht verwerten (64.). Nur um Zentimeter verfehlte Lippert, am langen Pfosten lauernd, A. Trübenbachs etwas zu scharf getretene Hereingabe vor dem leeren Tor (74.). Durch das Bestreben den Ausgleich zu erzielen vernachlässigten die Gäste ihre Deckung, was den Hausherren Konterchancen eröffnete. Hier zeigte der 17-jährige Pysall im Gästetor sein Talent, in dem er einige Kontermöglichkeiten der Gastgeber vereitelte (70., 72.,80.). Am Freitag, den 29. Juli steigt nun um 18.30 Uhr im Jahnstadion das mit großer Spannung erwartete Duell gegen Drittligaspitzenreiter FC Rot Weiß Erfurt.

 SV 09 : Pysall, Bonsack, Eger (46. Moritz), Seel (46. Wedekind), Uslar, Leischner (46. Güntner), Springer, Gothe, Danneberg (46. Voigt), A. Trübenbach, Lippert

 Unterwellenborn : Lanz, Bradtke, Arper, Langhammer, Müller-Sachs, Heubach (46. Göllnitz), Hohmuth, Ehle, Kowallek, Perthun, Reichmann 

Zuschauer : 80 

Schieri : Meisel (Jena) 

Torfolge : 1:0 Hohmuth (53.)

 

SV 09 Arnstadt gegen BSV Halle-Ammendorf  2:0 (2:0)
 Gegner klar beherrscht

Im Quervergleich der Verbandsligen Thüringens und Sachsen-Anhalts behielten die Arnstädter gegen den Tabellendritten aus Halle-Ammendorf verdientermaßen die Oberhand. Beide Vertretungen schenkten sich in diesem reizvollen Duell nichts, spielten temposcharf, passsicher und agierten mit dem nötigen Biss in den Zweikämpfen. Die Einheimischen waren den im Trainingslager in Oberhof befindlichen Hallensern vor allem im ersten Durchgang überlegen und hatten insgesamt die Partie über neunzig Minuten im Griff. Zwar erspielten sich die Nullneuner keine Vielzahl an Chancen heraus, die wenigen Möglichkeiten jedoch waren allesamt hochkarätig. Durch diszipliniertes Deckungsverhalten aller Mannschaftsteile zwang man den Gegner immer wieder zu langen Bällen, die der aufmerksamen Deckung der Arnstädter kaum Probleme bereitete. Der erste Angriff der Heimelf war dann auch gleich von Erfolg gekrönt als Steffen Danneberg aus 8 m Maß nahm und der Ball vom Innenpfosten in die Maschen sprang (8.). Die Möglichkeit zur Resultatserhöhung besaß Jens Lippert, der sich gekonnt freispielte, anstatt selbst in aussichtsreicher Position abzuschließen legte er quer, doch sowohl Danneberg, als auch Andy Trübenbach rechneten nicht mit diesem Anspiel, so das der folgende zu zögerliche Schussversuch Trübenbachs zur Ecke abgewehrt wurde (25.). Mit einer Glanzparade verhinderte Halles Schlussmann Norbert Guth gegen Gabor Uslars Freistoßrakete 25 m, in dem er den Ball gerade noch so über die Querlatte lenkte ein weiteren Gegentreffer (34.). Kurze Zeit später setzte sich A. Trübenbach auf dem linken Flügel durch, dessen Flachschuß jedoch verfehlte nur knapp das Gästetor (38.). Vor dem Seitenwechsel gelang den Einheimischen der zweite Tor. Nach glänzender Vorarbeit Jens Lipperts hatte der mitgelaufene Christopher Seel keine Mühe das Leder zum 2:0 zu versenken (41.). Trainer Jürgen Heun wechselte in der Halbzeit gleich sieben mal. Dementsprechend brauchten die Nullneuner einige Zeit um sich zu finden. In dieser Phase zog der Gast an, besaß mehr Feldanteile, war aber mit seinem Latein am Strafraum der Gastgeber am Ende. Mit zunehmender Spielzeit konnten sich die Hausherren wieder befreien und starteten selbst einige verheißungsvolle Ballpassagen, die, wenn schnell und direkt vorgetragen, immer Unruhe in der Gästehintermannschaft stifteten. So zischte Daniel Trübenbachs Rechtsschuß aus spitzem Winkel nur hauchdünn am langen Pfosten vorbei (66.), dann verfehlte Denny Gothe mit seinem Heber ebenfalls nur um Haaresbreite den Kasten der Hallenser. In der Schlussphase kam der Kontrahent zu zwei guten Torchancen. Zunächst schoß der freistehende Bessart Konxheli aus 10 m über das Tor (82.), dann parierte Rüdiger Rose Marcel Siedlers Aufsetzerball in toller Manier (83.). Trainer Jürgen Heun bescheinigte seinen Schützlingen eine ordentliche Partie und war besonders mit der Defensive, die kaum etwas zuließ zufrieden.   

SV 09 : Apel (46. Rose), Bonsack (46. Gothe), Wedekind, Moritz, Uslar (46. D. Trübenbach), Leischner, Seel (46. Eger), Springer (46. Frank), Danneberg, Lippert (46. Güntner), A. Trübenbach (46. Voigt)

 Halle : Guth, Kominek, Koch, Geidel (46. Brandl), Siedler, Jahnel (46. Keitel), Schmidt, Konxheli, Siegel, Kamalla, Caroli (46. Schülbe)

 Zuschauer : 25 

Schieri : Aldegarmann (Gillersdorf) 

Torfolge : 1:0 Danneberg (8.), 2:0 Seel (41.)

 

SV 09 Arnstadt gegen FSV Sömmerda  5:1 (2:1)
Viele positive Ansätze
 

In ihrem ersten Vorbereitungsspiel empfingen die Nullneuner auf dem gut bespielbaren Rasenplatz in Rudisleben den Tabellenzehnten der Landesklasse Staffel Nord, den FSV Sömmerda. Dabei sah man bei den Einheimischen schon eine ganze Reihe gelungener Spielzüge, etliche gut herausgespielte Tormöglichkeiten und fünf sehenswerte Treffer. So entwickelte sich eine unterhaltsame, temposcharfe und abwechslungsreiche Partie an der die Gäste auch ihren Anteil hatten. Sömmerda präsentierte sich eine Stunde lang als unbequemer, die Räume engmachender und immer den Weg zum Tor suchender Kontrahent. Die Hausherren besaßen gleich in der Anfangsphase gute Einschusschancen. So servierte David Leischner Jens Lippert den Ball genau in den Lauf, doch der SV Goalgetter scheiterte freistehend am aufmerksamen David Gleissner im Gästetor (3.), letztgenannter war auch vor dem einschussbereiten Dominik Voigt zur Stelle und begrub Lipperts Eingabe unter seinem Pullover (8.). Aber auch die Gäste spielten mutig nach vorn. Eine Hereingabe Florian Löfflers wurde geblockt, den zurückprallenden Ball köpfte Marcus Reiche nur hauchdünn über das Tor (10.). Anschließend schoß der von Steffen Danneberg glänzend frei gespielte Leischner knapp am Gästetor vorbei (15.). Die Führung der Einheimischen bereitete Voigt mit einem direkten Weiterleiten des Balls nach einem abgefangenen Angriff auf den startenden Lippert mustergültig vor, dieser umkurvte unnachahmlich zwei Gegenspieler und schob das Leder aus kurzer Entfernung ins Tor (28.). Unbeeindruckt steckten die Gäste den Rückstand weg und kamen nur vier Minuten später zum Ausgleich. Nachdem die SV Deckung den Ball nicht konsequent aus der Gefahrenzone schlagen konnten, wurde Nils Rötting im Strafraum gehalten, was einen berechtigen Strafstoß nach sich zog. Maik Gräfe verwandelte diesen sicher zum Ausgleich (34.). Fast postwendend jedoch zog en die Hausherren erneut in Front. Peter Springer flankte von der Torauslinie genau auf den am langen Pfosten lauernden Voigt, welcher mit wuchtigem Kopfball traf (37.). Zu Beginn des zweiten Durchgangs verstärkten die Gäste zunächst ihre Offensivbemühungen und tauchten auch ab und an gefährlich vor dem SV Gehäuse auf. Am Ende fehlte es ihnen aber an der nötigen Konsequenz im Abschluß, so das die SV Deckung klären konnte. Durch die offensivere Ausrichtung des FSV ergaben sich nun mehr Räume für die blitzschnell umschaltenden Nullneuner, insbesondere gab der eingewechselte Andy Trübenbach der FSV Hintermannschaft ein Rätsel nach dem anderen auf. So parierte Gleissner Trübenbachs Schuß aus halblinker Position, der nachsetzende Christopher Seel hämmerte dann den abprallenden Ball über den Kasten (51.). Mit Unterstützung des Gästeschlussmannes Gleissner, der Peter Springers Schuß aufs kurze Eck durch die Hände gleiten ließ erhöhten die Gastgeber auf 3:1 (59.). Seine größte Tat vollbrachter Arnstadts Torwart Patrick Pysall, als er mit einem Reflex gegen den frei vor ihm auftauchenden Martin Fritsche den Anschlusstreffer verhinderte (61.). In der Folge häuften sich die Torszenen für die Nullneuner. Jens Lipperts Lupfer landete auf dem Tornetz (67.). Nach tollem Zuspiel Seels markierte A. Trübenbach aus spitzem Winkel mit einem platzieren Schuß ins lange Eck das vierte Tor (71.). In der nächsten Szene passte Lippert genau im richtigen Moment auf A. Trübenbach, der nachdem er Torwart Glessner ausspielte den Ball auf den mitgelaufenen Leischner legte, welcher mühelos vollendete (76.). Weitere Chancen das Ergebnis in die Höhe zu schrauben vergaben die Hausherren, so lupfte Trübenbach die Kugel freistehend über Torwart Gleissner aber auch über das Tor hinweg (85.). Einen gelungene Einstand im Trikot der Arnstädter feierte Neuzugang Gabor Uslar (Dachwig-Döllstedt) der 27-jährige, der schon in Sondershausen Oberligaerfahrung sammelte gefiel vor der Abwehr mit einer soliden Leistung. Insgesamt bot der Verbandsligist für den Auftakt eine ansprechende Vorstellung und gewann letztlich auch in dieser Höhe verdient. . 

SV 09 : Apel (46. Pysall), Bonsack, Eger, Moritz (46. Wedekind), Uslar, Seel, Leischner, Danneberg (46. Güntner), Springer, Lippert, Voigt (46. A. Trübenbach) 

Sömmerda : Gleissner, F. Reiche (34. Häfner), Bengleb, Fritsche, P. Czuppon, Munchgesang (53. Schrepper), M. Reiche, Löffler, Rötting, C. Czuppon, Gräfe  

Schieri : Honnef (Gotha) 

Zuschauer : 50 

Torfolge : 1:0 Lippert (28.), 1:1 Gräfe (34. FE), 2:1 Voigt (37.), 3:1 Springer (59.), 4:1 A. Trübenbach (71.), 5:1 Leischner (76.) 

 

Testspiele