Testspiel, FSV Gräfenroda : SV 09 Arnstadt II 1:1 (0:0)
Späte Tore
Wacker schlug sich der Kreisligist aus Gräfenroda gegen die höherklassigen Gäste und erreichte vollkommen zu Recht eine Punkteteilung. Arnstadt hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste daraus aber kein Kapital zu schlagen, zudem merkte man den Gästen an, das sie am Vormittag bereits eine intensive Trainingseinheit in den Beinen hatten. So dauerte es eine halbe Stunde, ehe der Regionalklassenvertreter im Spiel war. Zuvor sorgten die meist aus einer verstärkten Deckung konternden Hausherren für Torgefahr. So lenkte Christian Streckenbach Ewalds Direktabnahme nach einer Ecke über den Querbalken (2.), danach verhinderte Streckenbach gleich zweimal in eins zu eins Situationen nach einem Konter einen Gegentreffer (13.). Für die sich in der Folge steigernden Gäste zischte Michael Becks Freistoß aus 17 m halblinks, knapp am langen Pfosten vorbei (28.), danach vergab Benjamin Schimmel im Strafraum in aussichtsreicher Position (30.), in der nächsten Szene stand wieder Streckenbach im Blickpunkt, als es gegen Sascha Wolf die Oberhand behielt (31.). Als FSV Sturmspitze Sauerbrey gleich drei Mann stehen ließ, konnte Klötzer dessen Vorlage, freistehend am zweiten Pfosten postiert nicht verwerten (38.). Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke strich Sebastian Kunz Rakete aus 18 m nur knapp über den Kasten (42.). Im zweiten Durchgang wirkten die Gäste im Abwehrverhalten konzentrierter, ballsicherer und dominierten die Partie, wenn auch der nötige Zug zum Tor noch fehlte. Zunächst jedoch musste der nun das Tor hütende Toni Wunder gegen Sauerbreys Distanzschuß auf der Hut sein (55.). Erst im Nachfassen parierte Torwart Nüchter Christian Güntners Freistoß aus 25 m (71.). Philipp Popigs Schlenzer verfehlte das Tor nur um haaresbreite (79.), anschließend scheiterte der ungedeckte Tobias Krieghoff aus Nahdistanz am toll reagierenden Nüchter im Tor der Einheimischen (81.). Die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung erzielte nach einem Eckball Christopher Becker, welcher vor Nüchter den Ball über die Linie drückte (82.). Doch nur zwei Minuten später egalisierte Klötzer aus kurzer Entfernung zum alles in allem leistungsgerechten Endresultat (84.).
Gräfenroda : Hauke (46. Nüchter), Schrumpf, Sommer, Koch (46. Ehrhardt), Klötzer, Acker, Sauerbrey, Langpeter, Wolf, Ewald, Kotlinsky (46. Bader)
SV 09 II : Streckenbach (46. Wunder), Eger (46. Schimmel), Krieghoff (46. Kunz), Manthey, Vester, Güntner, Hertig (46. Becker), Beck, Möller (46. Finke), Popig (46. Trefflich), Lesch (46. Merten)
Schiri : Seyfferth (Langewiesen)
Zuschauer : 50
Torfolge : 0:1 Becker (82.), 1:1 Klötzer (84.)
Testspiel, SV Stahl Unterwellenborn : SV 09 Arnstadt II 3:0 (1:0)
Schwächen im Abschluß
Ursprünglich war dieser kurzfristig anberaumte Test für den Verbandsligisten vorgesehen, doch dieser konnte beruflich bedingt nur fünf Akteure aufbieten, so das am Ende eine verstärkte „Zweite“ dieses Spiel beim Achten der Landesklasse Ost bestritt. Somit war klar das es sehr schwer werden würde, mit einer Mannschaft die so zum ersten mal zusammenspielte, bei den spielstarken Stahlwerkern zu bestehen. Das tat sie aber trotz des klaren Resultats auf dem großen, bestens bespielbaren Rasenplatz in Unterwellenborn mit Bravour. Der Sieg des Landesklassisten ging völlig in Ordnung, die eingespielten Hausherren stellten sich als technisch versierte, kompakt auftretenden Einheit vor, die sich klare Vorteile in Feld-und Spielanteilen erarbeiteten, während die sich ständig bemühenden Gäste aus einer verstärkten Defensive mit Kontern versuchten zum Erfolg zu gelangen. In Führung jedoch mußten die Nullneuner gehen, denn mit ihrem ersten gefährlichern Angriff bot sich Michael Beck, nach toller Vorarbeit des agilen Peter Springer am rechtren Flügel die Chance zum 0:1, doch schoß Arnstadts Mittelfeldspieler aus Nahdistanz freistehend an den Innenpfosten, von dort sprang der Ball wieder ins Feld zurück (17.). Fast im Gegenzug überwandt der quirlige Stahl Angreifer Heiko Perthun, den das Gästetor hütenden Sven Merten im zweiten Versuch (20.). Nur um Zentimeter verfehlte Christian Gretschs Kopfball das Gästetor (28.), anschließend verkürzte Merten gegen den freistehenden Christian Stark geschickt den Winkel (31.). Bei den sporadischen Kontern der Gäste war es immer wieder Peter Springer, der Torgefahr ausstrahlte, so parierte Stahl Schlussmann Max Lanz dessen Schrägschuß, dann war er bei Steffen Dannebergs 15 m Knaller auf dem Posten (38.). Nach Stellungsfehlern der SV Hintermannschaft schoß zunächst Patrick Hohmuth (41.), dann Gretsch jeweils frei auf das Merten Tor zustrebend an selbigem vorbei (43.). Nach dem Seitenwechsel besaßen die Arnstädter die ersten Möglichkeiten. Wieder setzte Springer zum Alleingang an, aber auch hier konnte er Lanz von der Strafraumgrenze nicht überwinden (55.), ein Zuspiel Steven Egers nahm Springer auf, brachte aber das Leder völlig freistehend aus kurzer Entfernung nicht an Lanz vorbei (64.). Im direkten Gegenzug flankte Stark von der linken Seite nach Innen, Merten wehrte zu kurz ab, so das Perthun den Ball mühelos versenken konnte (65.). Damit war die Partie entschieden, in der Schlussphase verhinderte der glänzend reagierende Merten in zwei eins zu eins Situationen weitere Gegentreffer (75., 84.). Als Hohmuth den aus seinem Tor eilenden Merten unabsichtlich am Kopf traf, ließ der Unparteiischen unverständlicher Weise weiterspielen, denn Sven lag am Boden und war kurzzeitig bewusstlos-an dieser Stelle gute Besserung-was der Stahl Akteur zu zum dritten Tor nutzte (88.).
SV 09 II : Merten, Bonsack, Vester, Manthey, Eger, Beck, Gothe (15. Trefflich), Glass, Danneberg, Möller, Springer
Zuschauer : 25
Schiri : Läsker (Pößneck)
Torfolge : 1:0, 2:0 Perthun (20., 65.), 3:0 Hohmuth (88.)